Mein 2005 Pt.2
So, nun ist es also soweit. Das Jahr dauert nur noch einige Stunden an und ich blicke gerade einmal ein wenig zurück. Ich finde es schön die vergangenen 365 Tage Revue passieren zu lassen, sich Dinge ins Gedächtnis zu rufen die schon längst vergessen waren. Um diese Gedanken mit euch zu teilen, hier mein ganz persönlicher Jahresrückblick:
Ja, Anfang diesen Jahres fiel für mich die Entscheidung, dass ich eine Ausbildung und kein Studium machen wollte. Dieses kam einfach aus der Erkenntnis heraus, dass ich eher ein Arbeits- als Theoriemensch bin und glücklicherweise bin ich in einer wirklich guten Agentur unter gekommen mit unglaublich netten Kollegen und Aufgaben die mir Spaß machen. Ich bin wirklich glücklich mit dieser Entscheidung und sage mir, dass ich auch nach Ausbildung noch locker ein Studium anschließen kann, sofern ich das dann noch brauche/will. So habe ich wenigstens schon einiges an praktischer Erfahrung und habe eine Berufsausbildung in der Tasche. Ich kann wirklich sagen, dass ich zufrieden bin mit meinem Job und ich werde das durchziehen, mit einem Lächeln auf den Lippen.
Gott, es ist viel passiert in den letzten zwölf Monaten, was meine Freunde betrifft. Meine kleine Khat hat sich auf ins schöne Österreich gemacht um dort zu studieren, Matti blieb weiterhin in Göttingen um ein großartiger Anwalt zu werden und auch andere verließen die Stadt. Streckenweise war ich in diesem Jahr schon etwas einsam, vor allem weil auch meine Yvonne und meine Moni nicht einfach mal eben zu besuchen sind. Und doch haben wir es geschafft uns zu sehen, worüber ich sehr sehr froh bin. Genauso wie über die Tatsache neue Freunde gefunden zu haben, wie zum Beispiel Franzi und Eva – zwei glänzende Beispiele für eine ehrliche Freundschaft, die ich nicht mehr missen möchte. Ich bin froh sie kennen gelernt zu haben, bin ebenso froh über den weiter bestehenden Kontakt zu meinen anderen Süßen. Auch wenn ich es vielleicht zu selten gesagt oder gezeigt habe: ich liebe euch. Von ganzem Herzen.
Nun, leider gibt es hier nicht wirklich viel zu berichten. DEN Mann habe ich dieses Jahr nicht gefunden. Dafür aber eine Menge potenzielle Anwärter, von komischen Baggi-Bekanntschaften, oberflächlichen Flirts bis hin zu kindlichen Schwärmereien und eiskalten Affären. Alles war dabei, bis auf eine ernsthafte Beziehung. Wenn ich so darüber nachdenke, nein, es ist nicht schlimm. Ich habe im vergangenen Jahr viele Erfahrungen gemacht die mich haben wachsen lassen. Als Frau und als Mensch. Ich bereue nichts und bin zuversichtlich dass ich im nächsten Jahr auch mal wieder einen Volltreffer landen werde.
2005 habe ich es endlich mal wieder geschafft etwas kreativ zu werden, hauptsächlich im Bereich der Fotographie und digitalen Bearbeitung. Lustige Fotosessions, spontane kreative Ausbrüche aus denen Webseiten, Flyer, Geschenke und auch dieser Blogg enstanden sind. Dass ich diese Freizeitbeschäftigungen nun auch noch mit meinem Beruf vereinen kann ist geradzu perfekt. Als weiteres Hobby ist an dieser Stelle auch die Sneak anzugeben, denn ich habe in diesem Jahr fast nirgendwo so viel Spaß gehabt wie in Kino 1 im Cinemaxx am Raschplatz. Wir haben Blockbuster und Filmperlen gesehen, gelacht, geweint, gemeckert und gelästert. Ich möchte dieses allwöchentliche Ritual für keinen Preis der Welt aufgeben, dafür habe ich da auch viel zu viele Freunde gefunden, die wirklich jeden Mittwoch Abend absolut einzigartig machen.
Besondere Momente, die ich mein Leben lang nicht vergessen werde hatte ich dieses Jahr auch. Die erste Nacht in meiner ersten eigenen Wohnung beispielsweise. Oder den ersten Berufsschultag. Die Wahnsinnsfahrt zum Highfield Festival mit Olly und alles was an diesem Tag passiert ist. Die Tatsache, dass meine Moni sich ernsthaft verliebt hat. Yvonnes wunderschönes Weihnachtsgeschenk. Die atemberaubende Aussicht auf das nächtliche Hamburg aus dem 28. Stock. Der Tag an dem ich mir mein Tattoo stechen ließ und natürlich die Treffen mit den Jungs von Fort Minor und alles was damit zusammenhängt. Das sind Momente die sich eingebrannt haben, Erinnerungen an 2005 die mich zum lächeln bringen und das Jahr zu einem guten Jahr machen.
Tja, das war`s. Das war das Jahr 2005, meine Lieben. Schon komisch, wie schnell es vergangen zu sein scheint. Doch wie gesagt, es war ein gutes Jahr, ich kann mich wirklich nicht beschweren. Es gab Höhen und Tiefen, doch am Ende bin ich zufrieden und ich denke, dass ist die Hauptsache. In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Abend, egal ob ihr groß Party macht oder im kleinen Kreise feiert, so wie ich. Lasst es euch gut gehen, steckt niemandem Knaller in die Kaputze – rutscht einfach gut rein (und nicht aus – haha, was für ein Kalauer!). PROST!!!







